reflections

... weil die Kinder ihren Vater nicht verlieren sollten!

Dies war meine Meinung und Einstellung nach der Trennung des Vaters meiner Kinder. Ich kam mit der Art, Einstellung und Lebensweise dieses Mannes nicht mehr klar, aber darunter sollten die gemeinsamen Kinder nicht leiden müssen... Ich rannte bzw telefonierte ihm Phasenweise hinterher, um ihn daran zu erinnern, dass er sich mal wieder bei den Kindern blicken lassen könnte, warum machte ich dies? Genau, die Kindes sollten ihren Vater nicht verlieren. Ich akzeptierte, dass er jedes Mal die Kinder in meiner Wohnung besuchte, da dies für mich sicherer erschien, als ihn mit den Jungs durch die Stadt stromern zu lassen- er hat keinen festen Wohnsitz mehr und nistete sich mal hier und da bei Freunden ein. Nahm in Kauf, dass er regelmäßig meine Schränke durchwühlte, meine Privatsphäre keineswegs akzeptierte, meinen PC, Telefon oder sonst etwas für sich nutzte. An diesen seltenen Besuchsnachmittagen und/oder Abenden versuchte ich mich anderweitig, außerhalb meiner Wohnung zu beschäftigen. Ich ging spazieren, besuchte Freunde, saß in einem Café oder schlug einfach die Zeit tot, indem ich mich auf eine Parkbank setzte und häkelte oder ein Buch las. Obwohl es auch mal gut getan hätte, alleine die Wohnung aufzuräumen und danach ein wenig die Beine hoch zu legen. Aber ich nahm es in Kauf, damit die Kinder nicht den Kontakt zu ihrem Vater verlieren. Ich trocknete oftmals die Tränen von enttäuschten Kinderaugen, wenn ihr Vater kurzfristig absagte oder einfach nicht erschien. Ich suchte tröstende Worte mit Ausreden für trauernde Kinderseelen, wenn ihr Vater mal wieder mehrere Wochen nicht aufzufinden war. Trotzdem öffnete ich immer wieder erneut die Tür, wenn er plötzlich wieder da stand. Nur damit die Kinder nicht den Kontakt zu ihrem Vater verlieren. Ich bekam niemals Unterhalt vom Vater der Kinder. Nicht, als er noch arbeitete und schon gar nicht, als er arbeitslos wurde. arbeite fast voll, zahle einen hohen Kindergartenbeitrag, um meine Kinder, besonders meinem Grossen mit seinen besonderen Bedürfnissen, bestmöglich aufgehoben und gefördert werden kann. Ich fahre 2-3x wöchentlich über 20 km, um Therapien für ihn wahrzunehmen und trotzdem gab ICH bei den Besuchen des Vaters regelmäßig Geld, damit die Kinder ein Eis mit ihm essen gehen können. Zu Weihnachten lieh ich ihm eine, für mich, sehr hohe Summe, damit er Geschenke für die Kinder kaufen konnte. Keinen Cent des geliehenen Geldes sah ich wieder. Im Gegenteil! Er klaute mehrfach den Inhalt der Spardosen seiner Kinder! Auch dies machte ich mit, damit die Kinder ihren Vater nicht verlieren. Wenn er schon alkoholisiert oder zugekifft bei uns ankam, schickte ich ihn natürlich weg. Aber nicht selten kam es vor, dass er sich auf meinem Balkon eine Tüte baute und sich an meinem Alkohol bediente. Mehr als einen bösen Kommentar gab es meinerseits nicht, da ich Angst hatte, die Kinder könnten ihren Vater verlieren. Natürlich ist der Vater meiner Buben nur mit Bus und Bahn unterwegs. Also bekam er selbstverständlich von mir Taxi-Geld oder organisierte ne Mitfahrgelegenheit für ihn, wenn ich abends weg war, um ihn nicht zu lange auf die nächste Bahn warten zu lassen. Aus Angst, er würde irgendwann nicht mehr kommen wollen und die Kinder verlieren ihren Vater.....

21.3.15 11:23

Werbung


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(22.3.15 01:58)
Ich finde das gut, dass du dich aussprichst


(26.3.15 13:49)
Danke! Es tat sehr gut ;-)

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen


Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung